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26.05.2026 - Groß hilft Klein: Schulprojekt für mehr soziale Kompetenzen


Seit diesem Schuljahr gibt es an der Franz von Sales Schule Niedernfels ein neues Projekt, bei dem ältere Schüler:innen die jüngeren am Nachmittag unterstützen und ihnen als Pate oder Patin zur Seite stehen. Das fördert Groß und Klein, erklärt Sonja Ruppert-Wolfermann, Koordinatorin der Offenen Ganztagsschule (OGTS), im Kurz-Interview.

Was muss ich machen?: Mit dem Projekt „Groß hilft Klein“ sind die Hausaufgaben gleich viel schneller gelöst.
Foto: Klaus D. Wolf
Was verbirgt sich hinter dem Projekt „Groß hilft Klein“?
Das Prinzip ist einfach: Die großen Kinder, also Klasse fünf bis neun, helfen den Grundschulkindern, also Klasse eins bis vier, vor allem bei den Hausaufgaben, aber auch bei anderen alltäglichen Situationen wie zum Beispiel beim Anziehen, wenn wir gemeinsam rausgehen. Insgesamt haben wir etwa 20 Große die 20 Kleinen einmal pro Woche auf diese Weise in der Nachmittagsbetreuung der OGTS unterstützend zur Seite stehen.

Wie begeistert helfen die Großen mit?
Das ist unterschiedlich, aber eigentlich freuen sie sich immer auf den Tag und ihr Patenkind. Die Großen durften sich ihr Patenkind jeweils aussuchen – und wenn sie sich nicht entscheiden konnten, hat ein Kleiner sich „seinen Großen“ ausgesucht. Die jeweiligen Tandems haben sich also schon irgendwie gegenseitig gefunden.

Was wollen Sie mit diesem Projekt erreichen?
Wir wollen nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen fördern, dass sie teamfähiger werden, sozialer agieren und lernen, Schwächeren zu helfen. Das können ganz einfache Dinge sein: zum Beispiel etwas aufheben, das einem anderen heruntergefallen ist, oder jemandem über die Straße helfen, der das nicht allein schafft. Das sind soziale Kompetenzen, die nicht mehr selbstverständlich vorhanden sind.

Und inwiefern profitieren die Kleinen von dem Projekt?
Die Kleinen profitieren sehr stark davon, denn an diesem Tag haben sie eine 1:1-Betreuung. Sie haben jemanden neben sich, den sie immer fragen können. Außerdem bauen sie eine Beziehung zu dem großen Paten auf und sind manchmal auch zu Zeiten bei ihrem Paten, wo sie es nicht sein müssten.

Interview: Nicole Stroth/KJF