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16.10.2026 - Fit für den Alltag: Wohngruppe stärkt Kompetenzen junger Frauen
Manchmal braucht es Starthilfe, um sein Leben eigenständig und selbstbestimmt zu meistern. Im Münchner Adelgundenheim können acht junge Frauen zwischen 16 und 21 Jahren in einer heilpädagogischen, teilbetreuten Wohngruppe Schritt für Schritt lernen, wie sie Haushalt, Finanzen & Co. am besten organisieren. Unterstützung bekommen sie dabei unter anderem von der Erzieherin Saskia. Ein Interview.

Was darf ich fürs Essen ausgeben, was für Kleidung und Miete? Wie rutsche ich nicht ins Minus?: In der Wohngruppe lernen die jungen Frauen, ihre Finanzen im Griff zu haben.
Foto: Jakub Zerdzicki/Unsplash
Was macht diese Wohngruppe besonders aus?
Zum einen wohnen hier wirklich nur junge Frauen, es ist keine gemischte Wohngruppe. Zum anderen kommen in dieser Wohngruppe viele Kulturen zusammen – junge Frauen aus Afrika, aus der Ukraine, aber auch aus Deutschland treffen hier aufeinander. In der Wohngruppe werden sie alle gleichwertig behandelt. Sie haben unterschiedliche Geschichten, manche mussten physische, psychische oder sexuelle Gewalt erleben. Die Wohngruppe ist ein Mix aus ganz verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen.
Inwiefern können sich die jungen Frauen in der Wohngruppe sicher und gut aufgehoben fühlen?
Wir Betreuerinnen sind fast täglich dort und helfen ihnen bei allen Anliegen. Und selbst, wenn wir nicht vor Ort sind, haben sie immer jemanden, an den sie sich wenden können. Sie haben die anderen Mädchen in ihrer Wohngemeinschaft, sie haben Anschluss an die anderen Wohngruppen und sie erleben, dass sie sich nie allein fühlen müssen. Das Adelgundenheim ist eine große Gemeinschaft und es ist immer jemand in der Nähe.
Ist die Wohngruppe auch eine Art Familienersatz?
Für viele ist das schon so. Gerade für diejenigen, die keinen Kontakt mehr mit ihren Eltern haben oder deren Eltern verstorben sind. Entscheidend ist, glaube ich, dieses Gefühl, dass man umsorgt wird. Dieses Gefühl hat man in der Familie und eben auch hier in unserer Wohngruppe. Aber natürlich können wir keine Familie ersetzen.
Inwiefern haben die jungen Frauen über das Adelgundenheim hinaus ein soziales Umfeld im Viertel?
Einige sind in Vereinen wie Sport- und Fitnessvereinen aktiv oder haben durch Vereine, die sich direkt an geflüchtete Minderjährige richten, Kontakte zu anderen jungen Menschen geknüpft. Außerdem haben sie Freunde und Freundinnen durch die Schule.
Welche Ziele sollen durch die Unterstützung in der Wohngruppe vor allem erreicht werden?
Auf jeden Fall der Übergang in die Selbstständigkeit – das bedeutet: im Alltag allein zurechtzukommen und die wichtigen alltäglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Dazu gehört die Organisation des Haushalts und der Finanzen genauso wie das Vereinbaren von Terminen bei Behörden. Wichtig ist am Schluss, dass nicht nur wir sagen, dass sie jetzt bereit dazu sind, sondern dass die jungen Frauen von sich aus Vertrauen fassen, selbstständig weiterzugehen.
Ein zweiter wichtiger Punkt sind die sozialen Kontakte. Manche tun sich schwer damit, weil sie das gar nicht so kennen oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Sie sind eher Einzelkämpferinnen, machen ihr eigenes Ding und entziehen sich der Gruppe. Durch die Zusammenarbeit mit uns sollen sie lernen, offener auf andere zuzugehen und mehr als Team zu agieren.
Was macht Ihnen vor allem Spaß an der Arbeit in dieser Wohngruppe?
Mir macht es einfach Spaß, die jungen Frauen zu unterstützen und ihnen Alltagswissen, Tipps und Tricks mitzugeben. Ich möchte sie ermutigen und ein offenes Ohr für sie haben, um Probleme mit ihnen besprechen zu können und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Interview: Nicole Stroth/KJF
Zum einen wohnen hier wirklich nur junge Frauen, es ist keine gemischte Wohngruppe. Zum anderen kommen in dieser Wohngruppe viele Kulturen zusammen – junge Frauen aus Afrika, aus der Ukraine, aber auch aus Deutschland treffen hier aufeinander. In der Wohngruppe werden sie alle gleichwertig behandelt. Sie haben unterschiedliche Geschichten, manche mussten physische, psychische oder sexuelle Gewalt erleben. Die Wohngruppe ist ein Mix aus ganz verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen.
Inwiefern können sich die jungen Frauen in der Wohngruppe sicher und gut aufgehoben fühlen?
Wir Betreuerinnen sind fast täglich dort und helfen ihnen bei allen Anliegen. Und selbst, wenn wir nicht vor Ort sind, haben sie immer jemanden, an den sie sich wenden können. Sie haben die anderen Mädchen in ihrer Wohngemeinschaft, sie haben Anschluss an die anderen Wohngruppen und sie erleben, dass sie sich nie allein fühlen müssen. Das Adelgundenheim ist eine große Gemeinschaft und es ist immer jemand in der Nähe.
Ist die Wohngruppe auch eine Art Familienersatz?
Für viele ist das schon so. Gerade für diejenigen, die keinen Kontakt mehr mit ihren Eltern haben oder deren Eltern verstorben sind. Entscheidend ist, glaube ich, dieses Gefühl, dass man umsorgt wird. Dieses Gefühl hat man in der Familie und eben auch hier in unserer Wohngruppe. Aber natürlich können wir keine Familie ersetzen.
Inwiefern haben die jungen Frauen über das Adelgundenheim hinaus ein soziales Umfeld im Viertel?
Einige sind in Vereinen wie Sport- und Fitnessvereinen aktiv oder haben durch Vereine, die sich direkt an geflüchtete Minderjährige richten, Kontakte zu anderen jungen Menschen geknüpft. Außerdem haben sie Freunde und Freundinnen durch die Schule.
Welche Ziele sollen durch die Unterstützung in der Wohngruppe vor allem erreicht werden?
Auf jeden Fall der Übergang in die Selbstständigkeit – das bedeutet: im Alltag allein zurechtzukommen und die wichtigen alltäglichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Dazu gehört die Organisation des Haushalts und der Finanzen genauso wie das Vereinbaren von Terminen bei Behörden. Wichtig ist am Schluss, dass nicht nur wir sagen, dass sie jetzt bereit dazu sind, sondern dass die jungen Frauen von sich aus Vertrauen fassen, selbstständig weiterzugehen.
Ein zweiter wichtiger Punkt sind die sozialen Kontakte. Manche tun sich schwer damit, weil sie das gar nicht so kennen oder schlechte Erfahrungen gemacht haben. Sie sind eher Einzelkämpferinnen, machen ihr eigenes Ding und entziehen sich der Gruppe. Durch die Zusammenarbeit mit uns sollen sie lernen, offener auf andere zuzugehen und mehr als Team zu agieren.
Was macht Ihnen vor allem Spaß an der Arbeit in dieser Wohngruppe?
Mir macht es einfach Spaß, die jungen Frauen zu unterstützen und ihnen Alltagswissen, Tipps und Tricks mitzugeben. Ich möchte sie ermutigen und ein offenes Ohr für sie haben, um Probleme mit ihnen besprechen zu können und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Interview: Nicole Stroth/KJF

