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05.06.2026 - Ergotherapie: Mit Spiel und Spaß die Entwicklung fördern


Ihr wird nie langweilig: Ingrid Klaaßen arbeitet als Ergotherapeutin im Salberghaus und unterstützt Kinder, ihre Potentiale altersgerecht zu entfalten. Feinmotorik, Konzentration sowie Körperwahrnehmung werden verbessert und somit Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt. Ein Kurz-Interview.

Die Rollenrutsche ist der ideale Eisbrecher.
 

Die richtige Stifthaltung: vor allem bei Jungen ein Thema.
Ab welchem Alter macht Ergotherapie Sinn?
Im Salberghaus werden die kleineren Kinder über die Heilpädagogik betreut und Kinder ab fünf, also quasi ab der Vorschule, kommen zu mir zur Ergotherapie. Auf diese Weise sind die Kinder in jedem Alter optimal versorgt.

Wieso ist es wichtig, schon so früh mit Ergotherapie zu beginnen?
Wenn Schwierigkeiten in der Feinmotorik oder in der Selbstregulation vorliegen, ist es wichtig, rechtzeitig in einen guten Lernrhythmus hineinzukommen. Je eher man da ansetzt, umso besser.

Wie lange dauert es, bis man erste Erfolge sieht?
Das ist ganz unterschiedlich. Bei manchen Kindern sieht man sehr schnell erste Erfolge, bei anderen Kindern dauert es sehr lange, weil man zunächst eine ganz intensive Beziehungsarbeit leisten muss, bevor man richtig starten kann. Generell kann ich aber sagen, dass wir bei allen Kindern, die in die Therapie kommen, Erfolge sehen.

Können Sie ein Beispiel für solch ein Erfolgserlebnis nennen?
Jungen haben oft Schwierigkeiten, den Stift richtig zu halten. Wenn man dann merkt, dass sie es immer besser schaffen und Freude am Malen entwickeln, ist es auf jeden Fall ein Erfolg.

Wie motiviert machen die Kinder mit? 
Auch das ist wieder ganz unterschiedlich. Manche Kinder sind erst einmal sehr vorsichtig, weil sie das Gefühl haben, dass sie hier etwas leisten müssen. Da ist es sehr wichtig, die Kinder spielerisch abzuholen, sodass sie Freude an der Ergotherapie haben. Das ist das A und O in meiner Arbeit, die Kinder wirklich für die Inhalte hier zu begeistern.

Was sind dabei Ihre Tricks? 
Ein ganz großer Trick ist meine Rollenrutsche. Die bereitet den Kindern unglaublich viel Freude. Bewegung und Spielen – das motiviert immer.

Was macht Ihnen am meisten Spaß bei Ihrer Arbeit? 
Die Kreativität und die Abwechslung. Ich kann mit den Kindern in die Turnhalle gehen, ich kann mit ihnen in den Werkraum gehen – und jedes Kind ist einfach anders. Es ist jedes Mal eine Herausforderung, die Kinder individuell zu erreichen. Das ist ein spannender Prozess. Außerdem schätze ich das Miteinander hier im Team – das macht einfach Spaß.

Interview und Fotos: Nicole Stroth/KJF

Spielen und lernen: eine perfekte Kombination.
 

Im Werkraum wird's bunt und kreativ.
 

Bei der Ergotherapie steht immer das Kind im Mittelpunkt.