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19.02.2026 - Offizielle Einweihung der neuen Räumlichkeiten des PZA


Das Pädagogische Zentrum Achental (PZA) bleibt Marquartstein und der Region erhalten. Der Hauptstandort im Schloss Niedernfels musste zwar aufgegeben werden, doch Wohngruppen, Verwaltung und Therapie haben im Oberen Mühlfeldweg einen sehr guten Ersatz zum Arbeiten und Wohlfühlen gefunden – und das wurde jetzt gemeinsam gefeiert.

Viele Gäste wie Sternstunden-Geschäftsführerin Natalie Schmid, Bürgermeister Andreas Scheck und Landrat Andreas Danzer (v.l.n.r.) waren gekommen.
Es herrschte eine fröhliche und ausgelassene Stimmung, als die neuen Räumlichkeiten des Pädagogischen Zentrums Achental (PZA) im Beisein vieler langjähriger und vertrauensvoller Kooperationspartner:innen am 11. Februar 2026 offiziell eingeweiht wurden. Die Liste der Grußworte war lang und zeigte, wie viele an diesem Projekt im Oberen Mühlfeldweg 10 in Marquartstein mitgewirkt haben. Gesamtleiter Christoph Cramme fasste den ganzen Prozess mit einem Augenzwinkern zusammen: „Ich habe mehrfach innerlich Geld verloren, als ich mit mir selbst gewettet habe, dass das unmöglich pünktlich fertig werden kann, doch es ist auf die Minute gelungen. Allen daran Beteiligten: absoluten Respekt dafür.“

Das Wetter war durchwachsen, die Stimmung dafür umso fröhlicher.
 

Der perfekte Start für eine Veranstaltung: eine herzliche Begrüßung.
 

Die Einweihung stand ganz im Zeichen der Begegnung.
Auch wenn das Schloss Niedernfels einen unglaublichen Harry Potter-Charme versprüht habe, so sei es mit den Anforderungen einer zeitgemäßen Pädagogik nicht mehr zu vereinen gewesen, erklärte Christoph Cramme weiter. Der Verkauf des Schlosses war also unumstößlich, doch Marquartstein als Hauptstandort der Einrichtung konnte aufrechterhalten werden. Zur Freude des Bürgermeisters Andreas Scheck: „Dass wir als Gemeinde solch eine Einrichtung haben, erfüllt uns ein wenig mit Stolz. Die KJF ist jedoch nicht nur für uns, sondern auch für den Landkreis Traunstein und die Nachbarlandkreise sehr wichtig.“

Dies konnten Johann Sickinger vom Jugendamt Traunstein sowie Landrat Andreas Danzer nur bestätigen. „Die KJF ist für uns ein verlässlicher Partner in der Jugendhilfe“, führte der Traunsteiner Landrat aus. „Das PZA begleitet, statt zu belehren, und stärkt, statt jemanden aufzugeben. Jugendliche müssen spüren, dass jemand für sie da ist und an sie glaubt. Dafür steht das PZA.“

Moderne Ausstattung dank finanzieller Unterstützung

Hatidza vom Sprecherrat der Jugendlichen im PZA hat den Umzug vom Schloss Niedernfels in den Oberen Mühlfeldweg selbst miterlebt. Die Umstellung sei schon groß gewesen, berichtete sie, „doch mit der Zeit normalisierte sich alles und wir kehrten zum Alltag zurück. Ich bin sicher, dass wir noch eine tolle Zukunft in Marquartstein haben werden und tolle Erlebnisse sammeln können.“ Die 15-Jährige hob hervor, dass die neuen Räume mit vielem punkten könnten. „Jeder hat sein eigenes Zimmer mit Bad, es gibt neue Betten, neue Küchen und Waschräume.“

Sternstunden-Geschäftsführerin Natalie Schmid zeigte sich von den neuen Räumen begeistert.
 

KJF-Aufsichtsratsvorsitzender Ronald Kühn (l.) im Gespräch mit Alois Obermaier vom Erzbischöflichen Ordinariat München.
Die moderne Ausstattung ist der finanziellen Unterstützung der Benefizaktion Sternstunden e.V. und der St. Antonius-Stiftung der Erzdiözese München und Freising zu verdanken. „Nur wenn alle zusammenhelfen und an einem Strang ziehen, kann’s funktionieren“, begründete Sternstunden-Geschäftsführerin Natalie Schmid die Spende. Alois Obermaier, Abteilungsleiter des Bereiches „Soziale Verbände und Träger“ im Erzbischöflichen Ordinariat München, ergänzte: „Dieser finanzielle Beitrag entfaltet seinen wahren Wert erst durch die Mitarbeitenden, die Tag für Tag mit Herzblut und Professionalität hier arbeiten und diese Räume mit Leben füllen.“

Der Dank an die Mitarbeiter:innen kam an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Genauso wie umgekehrt der Dank an den Gesamtleiter Christoph Cramme. „Sie haben große Herausforderungen vorgefunden und sich viele Gedanken machen müssen, wie die Zukunft des Pädagogischen Zentrums aussehen soll“, erläuterte KJF-Vorständin Barbara Igl. „Doch egal, welche Hürde sich aufgetan hat, Sie haben sich nie beirren lassen und sich wieder auf einen neuen Weg begeben.“

Und der Weg geht weiter: Küche und Speisesaal müssen noch aus dem Schloss Niedernfels aus- und in neue Räumlichkeiten unterhalb der Franz von Sales Schule umziehen. Die nächste Einweihungsfeier kann also schon jetzt geplant werden.

Text und Fotos: Nicole Stroth/KJF

Zur Einweihungsfeier gehörten nicht nur viele Grußworte, sondern auch Führungen durch die neuen Wohngruppen.
 

Gesamtleiter Christoph Cramme (2.v.r.) und KJF-Vorständin Barbara Igl (1.v.r.) zusammen mit Dagmar Netzer (2.v.l.), Vermieterin und Leiterin des Wohnstiftes Marquartstein, und Sieglinde Ott, stellvertretende Wohnstiftleiterin.